Ubuntu Namibia e.V.
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Januar 2022

Unterstützung der Anabeb Conservancy

Der Name der Conservancy ist Anabeb. Sie wurde 2003 registriert, ihre Arbeit wird durch ein Statut geregelt. Sie umfasst ein Gebiet von 1570 qkm. In ihr leben ca. 2000 erwachsene Mitglieder, von denen permanent etwa 600 in der Region sind. Es sind hauptsächlich Hereros, Damaras und Khoi Khoi Nama‘s. Die Conservancy erhält Geld von der Regierung und von der Nutzung der geschützten Conservancy Flächen z. B. durch die Lodgen und durch die Touristen. Weiterhin wird etwas Geld durch die Regierung bereitgestellt, um für die wachsenden Konflikte zwischen Mensch und Wildtieren geeignete Maßnahmen umzusetzen. In der Conservancy arbeiten 22 Personen (5 im Büro, 2 als Kindergärtnerinnen, 15 im Feld).

Mr. Cotto, Vice president of the Anabeb conservancy, stellte die derzeit wichtigsten Aufgaben der Conservancy vor, an denen Ubuntu mitwirken könnte:

Das wichtigste Problem ist Wasser für die Wildtiere in der Conservancy, weil durch das Fehlen von Wasser für die wilden Tiere, diese dichter an die menschlichen Siedlungen herankommen und daraus große Probleme, insbesondere Mensch-Tier-Konflikte, zwangsläufig entstehen und auch schon ent-standen sind.

Es gibt solche künstlichen Wasserstellen, von denen allerdings einige ausgetrocknet sind. Von der Regierung wurden drei neue Brunnen gebohrt, bei denen aber alle sonstigen notwendigen Arbeiten und Anlagen, beispielsweise Beschaffung der Pump- und Fördereinrichtungen und die notwendigen oberirdischen Arbeiten, durch die Conservancy organisiert werden müssen. Dafür sind derzeit die erforderlichen finanziellen Ressourcen nicht vorhanden.

Mr. Cotto schätzt die Kosten für die drei Wasserstellen auf ca. 22.000 NAD pro Wasserstelle. Er schätzt den erforderliche Zeitaufwand für den Bau der Wasserstellen bei abgesicherter Finanzierung mit 2 Wochen pro Wasserstelle.

Ubuntu bekundet sein ernsthaftes Interesse beim Bau der Wasserstellen zu unterstützen. Die nächsten Schritte sollten sein:

  • Mr. Cotto stellt konkrete technische Informationen über die Bohrlöcher und die geschätzten Kosten zusammen. Das sind beispielsweise die exakte Lage der Bohrlöcher, die geförderte oder notwendige Wassermenge pro Tag, die erforderlichen Pump- und Fördereinrichtungen, die erforderlichen baulichen Absicherungsmaßnahmen. Diese Informationen sollten all die Spezifikationen enthalten, die eine Firma für das Erstellen eines Angebotes benötigt. Weiterhin ist anzugeben, wie das Projekt zeitlich umgesetzt wird und wer von Seiten der Conservancy verantwortlicher Projektmanager ist und wie das Projekt durch eigene Arbeitsleistungen unterstützt wird. Idealerweise werden diese Kosten durch Angebote von entsprechenden Spezialfirmen untermauert.
  • Durch die Conservancy wird außerdem abgesichert, dass die Wasserstellen nachhaltig betreut werden. Über die Art und Weise wie das sichergestellt wird, erhält Ubuntu eine Information.
  • Sobald Ubuntu diese Informationen hat, wird von Ubuntu eine Entscheidung getroffen. Als Zielsetzung hierfür wurde der Februar genannt. Ubuntu bereitet einen entsprechenden Pro-jektvertrag vor, der von beiden Seiten unterschrieben wird.
  • Danach kann das Geld überwiesen werden. Voraussetzung ist ein verantwortlicher Ansprechpartner der Conservancy, der die Umsetzung organisiert.
  • Ubuntu will über alle Planungen informiert werden und vielleicht während des Bauvorhabens die Baustellen besuchen. Weiterhin schickt der Projektmanager Bilder über den Fortschritt aktuell per WhatsApp an Lily. Auf jeden Fall erfolgt durch Ubuntu ein Besuch aller Wasserstellen nach Fertigstellung. Für diesen Besuch organisiert die Conservancy die notwendigen Fahrzeuge. Es wird geschätzt, dass man dafür etwa einen Tag einplanen muss.
  • Vorab klärt Roland über Ubuntu die Möglichkeiten der Finanzierung. Unabhängig hiervon hat Ubuntu aber in jedem Falle die Absicht bei Vorliegen der oben genannten Voraussetzungen ein solches Projekt durchzuführen.

Zusammenarbeit mit der Schule in Warmquelle und Schulpartnerschaft


Bereits im Januar 2021 wurde angefragt, ob für eine Klasse einer Schule in Warmquelle nicht eine Zusammenarbeit mit einer deutschen Schule organisiert werden könnte. Denkbar sind Schultüten, Schul-materialien Erstausstattung oder sogar Schuluniformen. Weiterhin wurde angeregt, generell über Schulpartnerschaften nachzudenken. Die Idee kommt von Gudrun und Corinna Thiele, die über ihre (Enkel-) Kinder erste Gespräche in Deutschland geführt haben. Die Schule der Enkelkinder von Thieles in Köln ist auf jeden Fall sehr interessiert. Hansgeorg und Gudrun Thiele haben im April 2022 mit ihren Kindern und Enkelkindern eine Namibia-Reise geplant und möchten in Warmquelle eine erste Schulpartnerschaft aufbauen.

  • Hansgeorg stellte diese Idee der Anabeb Conservancy und dem Schulleiter von Warmquelle Mr. Mbomboro vor.
  • Antwort des Schulleiters, Mr. Mbomboro: Grundsätzlich ist eine solche Zusammenarbeit sehr willkommen. Obwohl Mr. Mbomboro im Februar in den Ruhestand geht, will er dafür sorgen, dass die Schulpartnerschaft auch von Namibischer Seite aktiv verfolgt wird. Mr. Mbomboro will auch aus dem Ruhestand heraus aktiv an dem Projekt mitwirken.
  • Roland stellte Frau Heike Schwanz von der Anne-Frank-Schule in Eschwege vor. Vielleicht sind hier Synergien möglich.
  • Informationen über die Schule in Warmquelle: 2021 lernten dort 438 Schüler bei einer Ge-samtkapazität von etwa 450 Schülern. Für die auswärtigen Schüler wurde mit einer Deutschen Spende ein Hostel gebaut, welches mittlerweile aber viel zu klein ist. Zur Zeit erfolgt die Einschreibung für das neue Schuljahr.
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© Ubuntu Namibia e.V. letzte Aktualisierung der Website: 02.2022