Ubuntu Namibia e.V.
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Ezy-Stove Projekt

Dezember 2013

 

Ezy Stove fuer die San

 

Lily machte sich auf den weiten, wegen Buschfeuern sehr gefaehrlichen Weg nach Tsumkwe, um Kleidung und Nahrung dorthin zu bringen. Vor Ort traf sie Elain Rossouw, die sich ebenso selbstlos um die Versorgung der leidenden Menschen kuemmerte.

Dieses Jahr nun wollen wir dazu beitragen, dass die in Tsumkwe ansaessigen San Anleitung zur Hilfe durch Selbsthilfe bekommen.

Neben einem Gemuesegartenprojekt, ueber das wir spaeter noch berichten, liefern wir die ersten Exemplare des Ezy Stove.
Schon bei der langen, auf staubiger Piste beschwerlichen Fahrt Richtung Tsumkwe sehen wir, was die Buschefeuer letztes Jahr angerichtet haben.
Umso wichtiger ist der Ezy Stove, der eine weitere Vernichtung der wenigen Baumbestaende mit verhindern soll. Auch die Gefahr, dass Menschen durch Loewen, Hyaenen und Wildhunde beim Holzsammeln zu Schaden kommen, ist hier sehr hoch.

San Chief Bobo, begleitet von seinem Sohn Leon Tsamkgas, sind begeistert vom Ezy Stove und probieren ihn gleich aus. Das Ergebnis ueberzeugt sie und gleich wird Pastor Gerri Cwi gerufen, der den Ezy Stove bei seiner Fahrt durch die Gemeinden mitnehmen und vorfuehren wird.

 

Lily Taylor erklaert dir Funktionsweise des Ezy Stove
 
Elaine Roussouw und San Chief Bobo hoeren interessiert zu.
 
Monique und Lily ueberreichen Pastor Gerri Cwi (2.v.l.) und San Chief Bob (rechts) einen Ezy Stove.
 
Ein Exemeplar des Kochers bleibt in der Community, ueberreicht von Lily und Susanne an Chief San Bobo (rechts) und seinen Sohn Leon Tsamkgas (2.v.l.)
 

Der erste Test ist bestanden. Teewasser ist schon gekocht und nun steht der Eintopf auf dem Feuer.

 

   
Links ist die bisherige Kochstelle - offen und energetisch nicht effizient - mit einem Buendel halb verbranntem Holz. Rechts daneben der Ezy Stove mit geschuetzter Flamme und hohem Wirkungsgrad. Und wie man sieht, es ist nur wenig Brennmaterial notwendig.
 

Dezember 2013

 

Aus Kochkisten wird der Holzkocher "Ezy Stove"

 
Die Idee war gut, aber die Realitaet hat uns eingeholt. In Tsumeb werden die Kochkisten nicht mehr hergestellt und leider hat niemand die Idee aufgegriffen und fortgefuehrt.

Doch es tut sich eine neue Tuer auf - Lilys Recherchen fuehren uns zu einem Kontakt mit der Pupkewitz Foundation, einer Stiftung der Pupkewitz Holding.

http://de.wikipedia.org/wiki/Pupkewitz_Holdings
 
Douglas Reissner (Pupkewitz Foundation) stellt uns den "Ezy Stove" vor.

Es ist ein einfacher Metallkocher der mit Holz befeuert wird und der die offenen Feuerstellen ersetzen soll.

Seine Vorteile liegen auf der Hand:

Durch seine Bauweise ist nur noch ein Bruchteil des bisherigen Feuerholzes notwendig.
Das schont die so wichtigen Baumbestaende.

Die Menschen muessen weniger der gefaehrliche Wege zur Holzsuche auf sich nehmen.

Durch den Metallmantel gibt es, selbst bei starkem Wind, keinen Funkenflug mehr. Die Gefahr von Feldfeuer wird deutlich reduziert.

Der Kocher ist so konstruiert, dass alle Kochtoepfe und sogar die gaengigen Dreibein-Toepfe verwendet werden koennen.

Und nicht zuletzt ist der Ezy Stove leicht zu transportieren und mobil einsetzbar.

"Hilfe zur Selbsthilfe" ist auch der Pupkewitz Foundation wichtig, deshalb wurden die ersten Prototypen in Katatura (Teil von Windhoek) gefertigt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Katutura

Fuenf der ersten Exemplare erwerben wir zu einem guenstigen Preis, da Pupkewitz Foundation das Material sponsert.
 
EZY STOVE - die ersten Exemplare gehen auf grosse Fahrt

Sonnenoefen (Kochkisten) fuer die San

 

Im November 2013 werden wir fuer unsere Projekte wieder nach Namibia reisen.

In Tsumeb werden wir Sonnenoefen kaufen und diese zu den San (Buschleuten) in Tsumkwe bringen.

 

Der Sonnenofen

Holz ist der wichtigste Energielieferant fuer die San.

Die sich wiederholenden Duerreperioden, die notwendige Baumfaellungen für neue Wohnstaetten, der Klimawandel und die Ausbreitung der Wueste fuehren zu einer Vernichtung der Baumbestaende.
Die Frauen finden kein Holz mehr zum Sammeln und Holz zum Kochen muss auf dem Markt gekaufen werden. Dafür werden flaechendeckend die so wichtigen Waldbestaende gerodet
 
Doch es gibt einen Weg ohne Holz das Essen zu kochen.

Der Sonnenofen, in Deutschland als auch Kochkiste bekannt.

Aeltere Leute hier werden sich erinnern, dass es waehrend und nach dem Krieg auch in Deutschland  wenig Strom und Gas gab, und dass man eine ausgepolsterte Kochkiste hatte, in die man das Essen  zum Garwerden stellte.

Der Sonnenofen ist eine Kiste in der Kiste, dazwischen Isoliermaterial.  Auf den doppelten isolierten Kasten kommt ein Rahmen mit  Deckel. In den Deckel sind zwei Scheiben Fensterglas eingelassen. Wenn die Arbeit praezise ausgefuehrt ist, entstehen darin + 150 Grad Celsius. Ein weiterer Deckel deckt den Ofen zu, wenn er nicht benutzt wird.
Dieser Deckel kann je nach Sonnenstrahlung im Winkel  mit einem einfachen Stock und einer Schnur verstellt werden. Jeder kann die Kochkiste  bedienen und es gibt keinen Bedarf an Holz, Gas oder Elektrizität. Der Koch/die Koechin braucht nicht mehr zu stehen und zu ruehren und die ganze Kochzeit den Rauch einzuatmen. Waehrend der Garzeit, die etwa drei Stunden dauert, koennen andere Arbeiten erledigt werden.
(entnommen aus http://psi-namibia.org/index.php/projekte/der-sonnenofen )

 
Beispiel einer Kochkiste (gesehen in Omaruru)
 
Eine einfache und dennoch wirkungsvolle Konstruktion.

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