Ubuntu Namibia e.V.
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Inspektionsreise nach Tsumkwe zur Beobachtung des Projektfortschritts

Dezember 2018

 

Wir (Winfried Jäger und Hansgeorg Thiele) unternahmen Anfang Dezember (03.12.-10.12.2018) eine Reise nach Tsumkwe, um den Fortschritt unseres ersten BMZ-gefördeten Projektes zu ermitteln.

Insgesamt hatten wir einen äußerst positiven Eindruck von den durchgeführten Aktivitäten und insbesondere von der Einbindung der Dorfbewohner in die Aktivitäten, so dass sie sich mit den Maßnahmen und geplanten Touren stark identifizieren. Es sind am Ende ihre Produkte. Damit ist eine gute Grundlage für eine nachhaltige Wirkung des Projektes gelegt.

Aufgrund von Transportschwierigkeiten mit dem Baumaterial auf die Baustellen kann das Projekt nicht wie vorgesehen bis zum 31.12.2018 abgeschlossen werden.

Nach unserer Rückkehr haben wir daher sofort einen Antrag auf Verlängerung des Projektes Beim BMZ (Bengo) gestellt. Dieser wurde zeitnah genehmigt, so dass unser Projekt jetzt am 30.03.2018 endet. Unsere Partner vor Ort haben uns aber versichert, dass die Arbeiten bis Mitte Januar 2019 abgeschlossen werden können.

Wir haben daher einen Eröffnungstermin und Übergabe an die San-Vertreter für den 16.01.2019 während unserer nächsten planmäßigen Projektreise im Januar 2019 geplant.

 

Weitere Details hat Winfried in seinem ausführlichen Bericht beschrieben:

1.Informationen zum Stand des Projektes

1.1.Die „Philosophie“ im Projekt

 

Es ist leider oft so, dass touristische Projekte in einer einmaligen Umgebung, bei besonderen Volksgruppen und Menschen mit uralten kulturellen Traditionen entwickelt werden, um Profit und Einkommen zu erzeugen. Die Folge ist dann oft, dass diese kulturellen Traditionen selbst Teil dieses Profitdenkens werden und langsam aber stetig zum Teil des Tourismus werden. Die Traditionen der Volksgruppen treten in den Hintergrund und werden für die Touristen „vorgeführt“. Die Menschen üben diese Kultur nur noch aus, um Geld zu verdienen, sie leben die Traditionen selbst immer weniger.

 

Das soll nach dem Willen von Bruce und dem NNC im Projekt umgedreht werden, es soll ein Paradigmen-Wechsel stattfinden!

 

Mit den Projektaktivitäten sollen die San in den Dörfern Mittel und Motivation erhalten, um ihre Kultur zu leben, zu bewahren und an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Das wird schon in einem Vorgänger-Projekt, der Cultural Class, mit den Kindern der San über mehrere Jahre erfolgreich praktiziert. Den Touristen wird mit den neuen touristischen Projekten in einem Umfang, den die San bestimmen, die Möglichkeit gegeben, diese einmalige Kultur zu erleben und einen Teil dieser Kultur zu sehen und selbst zu praktizieren. Es wird folglich ein großer Bereich des traditionellen San-Lebens in den Dörfern geben, der den Touristen verschlossen bleibt. Weiterhin bietet das Projekt erhebliche Anregungen und Anreize für die San, sich mit Ihrer Tradition intensiver auseinanderzusetzen und alte Legenden und Mythen wieder aufleben und weiter leben zu lassen (vgl. insbesondere das Projekt Star-Guide).

 

Alle Aktivitäten im Projekt werden deshalb gemeinsam mit den San und dem NNC entwickelt.

1.2.Projektstand – Wie konnten die Projekt-Zielgruppen erreicht werden?

  • Nach den Projektplanungen sollten 4 Dörfer in das Projekt einbezogen werden, 30 San und davon etwa 10 Frauen.
  • In der Vorbereitungsphase wurden 39 San-Dörfer (Einwohnerzahlen von 20 bis 80) des Nyae Nyae Gebiets um Tsumkwe besucht und einer Befragung unterzogen (Smallboy). Zielstellung war eine Analyse in Bezug auf die touristische Entwicklung im gesamten Naye Naye Gebiet. Eine solche Analyse wurde erstmals durchgeführt und führte zu wichtigen Erkenntnissen:
    • Die Dörfer liegen 20 bis 80 km von Tsumkwe entfernt. Hauptprobleme für die San sind die Probleme, die mit dem Eintritt ihrer Kinder in die Schule verbunden sind. Dazu gehören insbesondere sprachliche und logistische Probleme, die Überbelegung und Qualität des Hostels. Die Kinder erhalten eine Erstausstattung für die Schule von TUCSIN, diese wird aber oft durch ältere Schüler gestohlen. Die Analyse betätigt die Sinnfälligkeit der Cultural Class sowie deren Bedeutung für den Aufbau einer eigenen San-Schule.
    • In fast allen Dörfern wird darüber nachgedacht, etwas für den Tourismus anzubieten. Der Entwicklungsstand und das Niveau sind aber sehr niedrig.
    • Keiner der San hat jemals an einer entsprechenden Schulung teilgenommen.
    • Der NNC nutzt die Ergebnisse, um erstmals an einer ganzheitlichen Strategie für den Tourismus zu arbeiten. Insofern ist unser Projekt zum richtigen Zeitpunkt gekommen und ein Startpunkt für ein zielgerichtetes, nachhaltiges weiteres Vorgehen des NNC in Sachen Tourismus.
    • Die Analyse wird derzeit von Smallboy und Bruce schriftlich aufbereitet.
  • Im ersten Training wurden 27 Teilnehmer, davon 6 Frauen geschult.
  • Im zweiten Training wurden 23 Teilnehmer, davon 5 Frauen geschult.
  • Es wurden 6 Elder Teacher der Cultural Class, davon 3 Frauen, geschult.
  • Es sind noch viele andere Trainings geplant!
  • Das bedeutet, die gesetzten Kennzahlen im Projekt werden weit übertroffen werden.
  • Es gab Anfragen an den NNC von anderen San-Dörfern, warum gerade die 3 Dörfer ausgewählt wurden. Die Antwort des NNC war, dass die drei Standorte ausgewählt worden sind nach den Kriterien: Schönheit des Standortes, Entfernung des Standortes von Tsumkwe - vorhandene Infrastruktur und touristische Erfahrungen der Dörfer.

1.3.Bau-Projekte - Aussichtsplattform, Ausbau von zwei Campsites -  

     Auswahl des Kontraktors und Planung

  • Die Auswahlprozedur wurde von einem Architektenunternehmen ohne Einfluss von TUCSIN selbständig nach den geltenden Vorgehensweisen in Namibia ausgeführt. Es gab eine eindeutige Empfehlung zur Auswahl eines Unternehmens.
  • Aus der Ausschreibung für die Bautätigkeiten ist ein Lieferant für alle drei Baustellen ausgewählt worden. Gründe sind:
    • Auf Grund der großen Entfernungen zu den nächsten Städten (500 km bis Windhoek, 250 km durch den Busch auf einer Schotterpiste bis Grootfontain, ca. 50 km Off-Road-Rundkurs für die drei Baustellen) ist der Transport ein entscheidender Kostenfaktor. So wird eine Fahrt von Windhoek nach Tsumkwe mit etwa 50.000 NAD (ca. 3500 €) kalkuliert. Das ist auch der Hauptgrund, dass 6 der angefragten Bauunternehmen kein Angebot abgegeben haben.
    • Auf allen drei Baustellen werden ähnliche Konstruktionen mit Busch-tauglichen Baustoffen und -Vorgehensweisen verlangt.
    • Der ausgewählte Contractor hatte sowohl große Erfahrungen in umfangreichen Bauprojetken als auch im Tourismus.

     Stand der Arbeiten

  • Bei der Festlegung des exakten Standortes für das Baumhaus und bei der Ausführung der ersten Bautätigkeiten wurden aus Umweltgründen einige Änderungen eingebracht:

Es entsteht kein Baumhaus, sondern eine Beobachtungsplattform. Die Plattform befindet sich neben den Baobab-Bäumen nicht direkt an den Bäumen. Sie bildet mit ihrer modernen Struktur einen sehr gelungenen Kontrast zu den uralten Affenbrotbäumen und der natürlichen Umgebung in der Kalahari.

Bedeutung des Baobab-Baums im südlichen Afrika

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Makuri Camp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Djokhoe Camp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beobachtungsplattform - !Aotah (Project Treehouse and Sundownerbar)

  • Die Materiallieferungen haben sich aufgrund verspäteter Bestellungen des Unterlieferanten in Südafrika (tragende Pfosten mit einer Länge von ca. 8 m waren in Namibia nicht zu bekommen) verzögert. Die Anlieferung sollte in der KW 50 erfolgen. Danach sind etwa 20 Tage für die Fertigstellung erforderlich. Das machte eine Verlängerung der Projektlaufzeit um 3 Monate erforderlich, die zwischenzeitlich vom BMZ bestätigt wurde.
  • Bei den Grabungen für das Fundament stießen die Bauarbeiter schon nach etwa 60 cm Tiefe auf eine undurchdringliche Kalksteinplatte. Das hatte nicht nur eine Verzögerungen in der Bauausführung zur Folge, sondern es mussten statische Änderungen in der Spezifikation des Plattform-Fundamentes vorgenommen werden.

Nachhaltigkeit

  • Während der Standortauswahl wurden die potenziellen Standorte durch die Dörfer, durch die TUCSIN Projektleiter und durch Mitglieder des NNC begutachtet. Im Ergebnis wurden Standort und weitere Maßnahmen festgelegt.
  • Viele nachhaltige Änderungen und umgebungsspezifische, umweltschonende Anpassungen wurden durch den ausgewählten Bau-Contractor eingebracht. Vorteil ist, dass dieser langjährige Erfahrungen sowohl im Tourismus als auch im Baugeschäft innerhalb von Namibia mitbringt. Die genannten Änderungen treffen auf alle drei Baustellen zu:
    • Beim Bau wird kein Zement verwendet, sondern es werden Gabion-Fundamente (Draht-Behältnisse, die mit Steinen gefüllt werden) verwendet – das bedeutet keine Wassernutzung und die Verwendung regionaler Rohstoffe.
    • Die Fundamente sind gegraben, die Drahtgitter für die Gabion-Strukturen sind eingebracht.
    • Änderungen in der Toilettenkonstruktion und Planung wassersparender an die Frequentierung des Campingplatzes angepasste Eimer-Duschen in Verbindung mit Verdunstungspfannen für das Brauchwasser. Diese werden mit regional verfügbaren und durch die San gesammelten Kalksteinen gebaut. Das Abwasser der Duschen wird in etwa 5 m entfernte Verdunstungsbecken geleitet. Bei den vorhandenen Temperaturen in der Camping-Saison (immer über 30 Grad Celsius) verdunstet das Wasser durch die große Oberfläche der Steine sehr schnell. Die Rückstände aus der Duschmittel- und Seifen-Nutzung zerfallen bei den hohen Temperaturen sehr schnell und stellen keine Gefahr für die Umwelt dar. Das Wasser selbst stammt aus den Wasservorräten der Camper oder wird von diesen aus dem Dorf mittels Kanister geholt. Damit ist auch ein äußerst sparsamer Wassereinsatz abgesichert.
    • Als Toiletten sind umweltschonende Enviro-Loo's, vorgesehen, die ohne  Wasser auskommen und abgesehen von einer Reinigung nur alle zwei Jahre gewartet werden müssen.
    • Nach Einbau der Enviro-Loos erfolgt durch den Contractor eine Schulung der Dorfbewohner in Nutzung und Service.
    • Änderung des Grillplatzes von einer Zementplatten-Bauform in einen Stein umrandeten Sand-Grillplatz mit Ausgang, der durch ein einfaches Ausharken sehr leicht gereinigt und gepflegt werden kann. Das Verschmutzen der Betonplatte durch Grill- und Feuerrückstände, sowie das Reißen der Platte wird durch die neuen Ausführung vermieden. Sand für die Pflege der gewählten Grlillplatzausführung gibt es an den Baustellen genug.
    • Schaffung eines einfachen und wirksamen Elefantenschutzes durch einen Ring von etwa 20 x 20 cm großen Kalksteinen um die Anlagen und Einrichtungen. Hierfür werden etwa 3000 Kalksteine pro Baustelle benötigt.
    • Sehr positiv ist die Kreativität des Bauunternehmers in punkto Einbeziehung der San in die Bautätigkeit zu werten. So werden sehr viele Kalksteine für die Fundamente und die Elefantensperren benötigt. Diese befinden sich nicht immer in der Nähe der Baustellen. Der Bauunternehmer vereinbarte mit den San eine Prämie von 1 NAD pro Stein (etwa 5 Cent), der an die jeweilige Baustelle geliefert wird. Emotional gesehen wird die Baustelle damit auch zu einem Bau der San, auf den sie stolz sind und den sie (hoffentlich) pflegen werden. Die Campsites sowie der Platz, an dem die Aussichtsplattform steht, wurden von den Dorfbewohnern großflächig und eigenständig gereinigt.
  • Im Rahmen der Projektschulungen wurden unterschiedliche Funktionen für die Verwaltung der Plätze definiert, die jeweils durch mehrere Personen aus einem Dorf wahrgenommen werden können. Das sind der Manager, der Treasurer (Kassierer) und Servicekräfte. Die Personen, die mit den Touristen direkt in Kontakt kommen, werden mit formellen T-Shirts ausgestattet. Damit sind sie sofort als offizielle Personen erkennbar und der Kontakt mit den potenziellen Campern ist einfacher.
  • Auf Betreiben des Bauunternehmers und des Projektkoordinators werden die San aus den am Projekt beteiligten Dörfern in einfachen Konstruktions-techniken praktisch geschult. Diese Schulung findet in der TUCSIN Tsumkwe Lodge statt. Die San haben damit die Chance, erstens die Instandhaltung und zweitens einen sinnvollen Ausbau der Einrichtungen eigenständig weiter zu betreiben. Weiterhin können sie diese Kenntnisse ebenfalls für den Ausbau ihrer Dörfer gut nutzen.

1.4.Tourismus Projekt Treehouse and Sundowner Bar

Stand der Arbeiten und vorgesehener Ablauf

  • Zeit und Dauer - nachmittags bis zum Abend, ca. 2 bis 3 Stunden. Da bisher Touristen nur auf der Durchfahrt in Tsumkwe Station machen, ist diese Tourplanung geeignet, Interesse hervorzurufen.
  • Fahrt zum Baumhaus und zum Dorf !Aotah in einem 4x4 Offroad-Fahrzeug mit einem Guide, ca. 15 km,
  • Getränke und Lebensmittel werden von der Lodge mitgenommen
  • Es wird ein Picknick am Lagerfeuerplatz veranstaltet. Dafür wurden Campingstühle angeschafft.
  • Da sich der Platz im Busch befindet, wird der Platz intensiv von wilden Tieren frequentiert. Deshalb  ist ein kurzer Bushwalk mit Spurenlesen vorgesehen. Weiterhin wollen die Dorfbewohner eine traditionelle Tanzvorführung organisieren.
  • Der Sundowner wird auf der Plattform eingenommen.

1.5.Star Guide Tour

       Planung, Ablauf und Stand

  • Startpunkt war die Durchführung einer Schulung mit Teilnehmern aus etwa 10 Dörfern. Die Teilnehmer kamen u. a. aus den Dörfern, die zu den Campsites und der Aussichtsplattform gehören. Weiterhin nahmen Dorfbewohner aus zwei anderen Dörfern teil, die bereits seit 10 Jahren Bushwalks mit der Lodge durchführen. Sie hatten sich mehr oder weniger „beschwert“, dass sie bereits viele Jahre Touristen durch den Busch führen, aber noch nie eine Schulung erhalten hätte.
  • Alle Teilnehmer bekamen als Hausaufgabe auf, bei den älteren San aus ihrem Dorf nach Geschichten zu forschen, die mit Himmel und Sternen verbunden sind.
  • Es wurden tatsächlich 3 ältere San ausfindig gemacht, die unabhängig voneinander im Wesentlichen die gleiche Geschichte in Verbindung mit zwei Sternen erzählten. Die Sterne wurden identifiziert. Die Interviews wurden teilweise aufgezeichnet (Video, Audio). Die Geschichten werden derzeit aus der „sehr alten“ San-Sprache in das Englische übertragen und in einer verständlichen Geschichte zusammengefasst.
  • Parallel wurde ein Buch beschafft über alte Mythen und Legenden von den Buschleuten. Dieses Buch enthält viele Geschichten, die von G. R. von Wielleigh Anfang des 19. Jahrhundert gesammelt und später von Afrikaans ins Deutsche übersetzt wurde. Einige dieser Geschichten werden ebenfalls in die Star Guide Tour einfließen.
  • Bei den Interviews in den Dörfern wurden den Projektmitarbeitern auch das Thema San-Musik durch die Dorfbewohner vorgestellt. Die San spielen auf Instrumenten, die einer Harfe ähneln. Es gibt keine Liedtexte, sie singen über neue Dinge des täglichen Lebens. Es wurden Video- und Audio-Aufzeichnungen gemacht. Es bestehen Ideen, diese Aufnahmen mit Untertiteln als zusätzliches Produkt den Touristen anzubieten.
  • Die Laserpointer sind beschafft worden. Der afrikanische Nachthimmel ist sehr gut für Laserpointer und San-Legenden geeignet.
  • 3 potenzielle Englisch-sprechende Tour-Guides wurden ausgewählt. Das Produkt wird durch sie eigenständig weiter entwickelt.
  • 3 Tablets müssen noch beschafft und die Flyers erstellt werden

1.6.Bushwalk and San Cooking School

  • Im Antrag sind noch zwei weitere Events, getrennt voneinander vorgesehen:
    • Bushwalk and San Cooking  School
    • Fährtenlesen, Storytelling, Bogenschießen
  • Die Grundgedanken für dieses Produkt wurde gemeinsam mit den sechs Elder Teachern der Cultural Class, darunter 3 Frauen, in einem Workshop weiterentwickelt:
    • Die Frauen wollen ein Produkt vorwiegend, aber nicht ausschließlich für Frauen gestalten – Kräuter, Pflanzen und Beeren sammeln sowie Kochen
    • Die Männer gestalten ein Produkt vorwiegend, aber nicht ausschließlich für Männer – Bogen schießen, Feuer machen, Fallen bauen, ggf. sogar Häute präparieren
  • Allen gemeinsam ist die Idee, dass die Touristen von den San lernen, alte San-Traditionen ausprobieren und erleben können. Das ist eine Weiterentwicklung im Sinne der Cultural Class, die seit mehreren Jahren erfolgreich mit San-Kindern läuft für Erwachsene.
  • Materialien, Kräuter, Pflanzen und Wurzeln stammen aus der lokalen Umgebung. Ergänzend haben die San bereits kleine Gärten mit Kräutern an ihrer Hütte angelegt oder sammeln und trocknen Kräuter, um diese dann vorrätig zu haben und verwenden zu können.
  • Beschafft werden müssen noch kleinere Utensilien und Werkzeuge (Messer, Töpfe u. ä.).
  • Eine der Frauen möchte unabhängig von den neu gestalteten Produkten und vom Projekt eine Tanzgruppe für Jugendliche aufbauen. Diese Tanzgruppe hat die Erlaubnis an der Lodge zu üben und ihre traditionellen Tänze zu vervollkommnen. Die Touristen sind eingeladen mitzumachen oder zuzusehen.

1.7.Marketingmaßnahmen

 

Inhaltlich waren die Neugestaltung der Website sowie die Nutzung des vorhandenen Buchungssystems für die neuen Produkte mit einem kleinen Budget vorgesehen. Verantwortlich für die Gestaltung der Website ist Frau Cornelia Limprecht, Hamburg. TUCSIN hat die Website jetzt erweitert:

  • Jedes Produkt soll eine eigene Seite erhalten.
  • Es gibt einen Link zur TUCSIN Tsumkwe Lodge
  • Es gibt einen Link zur Buchungsplattform von Frans du Raan.

Derzeit sind bereits Buchungen für geführte Touren in die San-Dörfer von der Website möglich, das wird nach Fertigstellen der Produkte ausgebaut.

 

Als Printprodukte sind bislang Flyer und Booklets vorgesehen. Die Kosten sollten mit dem vorhandenen Budget abzudecken sein.

 

Offen sind noch das Herstellen und das Bedrucken von T-Shirts für die San, die mit den Touristen auf den Campsites und auf der Aussichtsplattform in Berührung kommen.

 

Offen ist ebenfalls die Herstellung von Handouts für die Touristen.

 

Die Informationsveranstaltungen und Angebote für Reiseveranstalter werden über die geplante Eröffnungsveranstaltung am 16.01.2019 sowie über die Buchungszentrale Weavers Tourism Marketing Services, Frans du Raan, abgedeckt.

1.8.Schulungen

 

Village Trainings - 1 und 2

  • Im ersten Training wurden 27 Teilnehmer, davon 6 Frauen geschult.
  • Im zweiten Training wurden 23 Teilnehmer, davon 5 Frauen geschult.
  • Inhalte waren
    • Situation des Tourismus, Chancen und Risiken für die San
    • Zielsetzungen im Projekt und für das Dorf
    • Die Aufgaben eines Guides in geführten Touren
    • Der Umgang mit Touristen, Verhaltensfragen
    • Abschluss mit einer Prüfung

Training der Elder Teacher für die Cultural Class

  • Es wurden 6 Elder Teacher der Cultural Class, davon 3 Frauen, geschult.
  • Weiterentwicklung der neu entwickelten Touren

 

Schulungen für die Campsites

  • 5 Schulungsteilnehmer aus jedem Dorf
  • 2 Trainings a 4 Tage
  • Inhalte
    • Reaktion auf angekündigte Buchungen – Kommunikationswege
    • Verschiedene Buchungssituationen - Vermeiden von Überbuchungen
    • Verhaltensfragen und Behandlung der Touristen
    • Das Registrieren der Gäste
    • Das Führen der Bücher, in denen die Einnahmen und Ausgaben verzeichnet werden
    • Schwierigstes Thema war die Frage: Wie kann ein Dorf das Geld sparen und festhalten? Wie muss das Geld eingesetzt werden, wenn der Campingplatz oder die Beobachtungsplattform instand gehalten werden müssen. Es wurde eine Cash box (Kassette) übergeben.

 

Schulungen für die Englische Sprache

  • Es werden zwei Kurse vorgesehen - für Anfänger und für Fortgeschrittene
  • Es wurden 2 Englisch-Lehrer angesprochen.

 

Sonstige Trainings

  • 2 Schulungen für einfache Konstruktions- und Bautätigkeiten
  • Schulungen für die Reinigung und den Service der Enviro-Loo's (wird durch den Contractor durchgeführt)

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